Wissenswertes über das Weingut Arndt F. Werner

  • Weingut

    Das Weingut

    Erholsamer Einkauf in idyllischem Umfeld. Das alte Kalksteinpflaster, schattige Bäume und Fassadenbegrünung, die Weinlaube und das alte Fachwerk lassen ein Ambiente entstehen, das zum Verweilen im Weingut beim gemütlichen Weineinkauf einlädt.

    Der große, rundum geschlossene, begrünte Innenhof ist das Aushängeschild des Weingutes Werner und die Lage an der Kaiserpfalz Karls des Großen symbolisiert das Reiterstandbild auf dem Hausetikett.

    Ökologischer Anbau unterscheidet sich grundlegend von Anbauarten mit ähnlicher Bezeichnung wie „umweltschonend, naturnah oder integriert“, weil nur der ökologisch-biologische Anbau konsequent auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Spritzmitteln und den Gebrauch von leichtlöslichen Kunstdüngern verzichtet.

  • Ökologischer Weinbau

    Ökologischer Weinbau

    Grundlage des ökologischen Weinbaus ist der Boden. Eine handvoll garer, humusreicher Weinbergsboden besitzt so viele Organismen, wie es Menschen auf der Erde gibt. Diese Organismen werden ernährt durch die Einsaat zahlreicher Begrünungspflanzen im Weinberg, die mit Hilfe des Sonnenlichts Nährstoffe aufschließen und im Humuskreislauf durch das Mulchen (Abmähen) die Nährstoffe an den Boden und die Rebe weitergeben. Die Bodenstruktur wird ständig kontrolliert. Grünpflanzen sind auch die Grundlage für die Existenz zahlreicher Nutzinsekten im Ökoweinberg, die durch blühenden Klee, Wicken, Gelbsenf, Wiesenknopf, Phacelia, Kümmel und andere eingesäte oder natürliche Pflanzengemische angelockt werden.

    So lassen Florfliegen, Schlupfwespen, Schwebfliegen, Raupenfliegen, Laufkäfer, Raubwanzen, Raubmilben, Spinnen, Weberknechte, Marienkäferlarve und Ohrwürmer erst gar keine Schädlinge in ertragsgefährdetem Potential auftreten oder diese Schadinsekten werden durch Einsatz von Pheromonfallen oder speziellen selektiven Bakterienpräparaten an einer Ausbreitung gehindert. Durch moderne Messgeräte im Weinberg und mit Computersimulation wird in Verbindung mit der Beratung für ökologischen Weinbau die Verbreitung von Pilzkrankheiten mit speziellen natürlichen Mitteln wie Steinmehlen und Pflanzenauszügen verhindert.

    Kontrolliert wird der Betrieb des Weingutes Werner jährlich von BIOLAND, dem ECOVIN Bundesverband ökologischer Weinbau und der EU-Kontrollstelle (DE-Öko-039) durch intensive Prüfungen.

    Ein ökologisch bewirtschafteter Weinberg ist von der Kontrollkommission oder von Spaziergängern am ECOVIN-Schild an den Weinbergspfählen erkennbar.

  • Weinberge

    Die Weinberge

    Das Weingut Werner bewirtschaftet 18 Hektar Weinberge in traditionellen Ingelheimer Weinbergslagen. Zusammenhängende Parzellen ermöglichen ein problemloses ökologisches Arbeiten. Feldwege, wilde Büsche und Bäume, Hänge, Brachflächen und Trockenmauern begrenzen die Weinberge, die somit kaum Kontakt zu Nachbarweinbergen besitzen. Die Hänge zum Mündungstal des kleinen Flüsschens Selz in den Rhein sind teils nach Südwesten geneigt um die für Rotwein wichtige Nachmittagssonne im kalkigen oder sandigen Boden zu speichern.

    Bevor die Trauben sich am Rebstock vollständig verfärben, werden die Blätter in der Traubenzone teilweise entfernt, um die Sonne mit Ihrer Kraft direkt auf die Trauben scheinen zu lassen. 30–50 % der Trauben werden unreif verworfen, um die Erträge niedrig zu halten. Alle Trauben werden selktiv in mehreren Durchgängen von Hand gelesen. Die Trauben werden unverletzt und schonend ins Weingut gebracht und ebenso schonend weiterverarbeitet.

  • Weinkeller

    Die Weinkeller

    In alten, tiefen Kellergewölben reifen unsere Rotweine in Holzfässem. „Kontrolliertes Nichtstun“ bietet den Rotweinen nach einer langen Maischegärung genügend Zeit, um im Holzfass unterschiedlicher Größen den optimalen Reifezeitpunkt zu erreichen. Klar aber unfiltriert werden diese dann schonend und ohne Qualitätsverlust direkt im Weingut abgefüllt.

    Die Weißweine vergären, nach natürlicher Vorklärung oft spontan und unter Kühlung über viele Wochen, um die fruchtigen Sortenaromen und das eigene Terroir zu unterstützen. Die Kellermauern sind bis zu 2,5 m dick und die Jahresschwankungen der Temperatur betragen nur +/-2 °C.

  • Weinproben / Weinseminare

    Weinproben / Weinseminare

    Wir bieten Weinliebhabern oder interessierten Kunden eine interessanten Weinprobe mit prämierten Spitzenweinen und vielen Informationen rund um unser Qualitätsmanagement und über 35 Jahre ökologischen Weinbau; mit vielen Bildern gewähren wir Einblicke in die Geheimnisse unserer erfolgreichen Arbeit. Als Entspannung bietet Arndt Werner einen Querschnitt durch das Winzerjahr mit Impressionen, die die Freude am Winzerberuf aufzeigen, begleitet von leisen Eigenkompositionen am Piano.

  • Fachbuchautor Arndt Werner

    Fachbuchautor Arndt Werner

    Fachbuch „Biologischer Weinbau“. Internationaler Buchpreis: Im renommierten ULMER-Verlag, Stuttgart erschienen in den letzten Jahren 2 Standardwerke zum Ökoweinbau, an denen Arndt Werner kräftig mitgewirkt hat: Das aktuelle Werk „Biologischer Weinbau“ umfasst nahezu 400 Seiten und präsentiert den aktuellen wissenschaftlichen Stand auf hohem Niveau; als erstes deutsches Fachbuch wurde das Werk im Oktober 2015 mit dem Internationalen OIV-Buchpreis in Paris ausgezeichnet.

    Es ist im Buchhandel und online bestellbar.

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GAULT MILLAU 2017 – 3 Trauben
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EICHELMANN 2017

„Ein richtig starker Drei-Trauben-Betrieb, der erstklassige Weine in einer ganz enormen Bandbreite zeigt. Arndt Werner macht keiner ein X für ein U vor: Er ist Ökopionier und zeigt seit Jahrzehnten, was in Ingelheim alles möglich ist. Eine echte Institution! Vorausgesetzt, man gibt den Weinen genügend Stoff und Rückgrat mit. Sein trockener Portugieser aus dem Sonnenhang etwa ist ein zeitloser Klassiker. Allein für diesen Roten aus über 60-jährigen Reben müsste man Werner einen roten Teppich ausrollen: großer Stoff mit herrlichen Noten von Holunderbeeren, Cassis, Schokolade und Bündner Fleisch. Doch hier ist es die Palette an ehrlichen, ungekünstelten und ungeschminkten Weinen, die staunen und neugierig macht. Von allem Naschwerk befreit und dennoch voll auf dem Punkt. Der Weißburgunder aus dem Burgberg etwa ist ein toller Tipp! Und mit Sohn Thomas ist die nächste Generation inzwischen mit eingestiegen.“

Gault&Millau 2017

„Anfang der achtziger Jahre übernahm Arndt Werner, Diplom-Geograph, das Gut mit damals 3 Hektar Weinbergen von seinem Vater und begann mit der Umstellung auf ökologischen Weinbau. 1983 gründete er mit gleich denkenden Winzern den ersten Verband ökologischer Winzer in Deutschland. Heute ist Arndt Werner Mitglied bei Ecovin und Bioland. Darüber hinaus ist das Weingut Demonstrations-Ökoweingut des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Arndt Werner baut an roten Sorten Spätburgunder, Portugieser, Frühburgunder, Regent und Cabernet Sauvignon an. An weißen Sorten gibt es Riesling, Silvaner und Chardonnay, sowie Grauburgunder und Weißburgunder, inzwischen kam Cabernet Blanc hinzu. Seit dem Jahrgang 2004 wird auf Prädikatsbezeichnungen verzichtet, die besten Weine werden in der „S“-Klasse angeboten. Nach der Teilaussiedlung an den Rand der Weinberge befinden sich Keller und Weinverkauf weiterhin im alten Hofgut, 2016 wurde neu- und umgebaut. Sohn Thomas ist, nach Geisenheim-Studium, zusammen mit seinem Vater für den Keller verantwortlich.

Kollektion: Sehr stimmig und gleichmäßig präsentiert sich die neue Kollektion, bietet fruchtbetonte, sortentypische Gutsweine und kraftvolle, frische Ortsweine. An der Spitze stehen die Lagenweine, wie der füllige, reintönige Silvaner aus dem Steinacker, der würzige, saftige Riesling, ebenfalls aus dem Steinacker, oder der Weißburgunder aus dem Burgberg, der füllig und saftig ist, viel reife Frucht besitzt, gute Struktur und Substanz. Bei den Rotweinen ist das Bild identisch, die Ortsweine sind klar und zupackend, unsere Favoriten sind die Lagenweine: Der Spätburgunder aus dem Burgberg ist reintönig, füllig und saftig, der Portugieser aus dem Sonnenhang ist konzentriert und kraftvoll, besitzt herrlich viel Frucht und Substanz, ist aber noch enorm jugendlich, verschlossen, besitzt Potenzial.“

Eichelmann 2017